Unsere Chronik
Die Schützengesellschaft Tell Edingen wurde im Jahre 1902 von Bäckermeister Ludwig Reinle, Schreinermeister Franz Quintel, Gärtnermeister Robert Stark, Blockwärter Franz Spieler, Land- und Lammwirt Hermann Koch III., den Lokführern Otto Fink, Johann Winkler, Fritz Dillmann und Rudolf Engel im Gasthaus „Zum Lamm“ gegründet. Der erste Vorstand des neugegründeten Vereins wurde Franz Spieler.
Anfangs war es für den jungen Verein sehr schwer sich durchzusetzen. Es fehlte vor allem an finanziellen Mitteln. Doch schon nach relativ kurzer Zeit konnte der Verein die ersten Schießerfolge verbuchen. Die Mitgliederzahl wuchs und finanziell konnte man sich durch Konzerte, bunte Abende und Theateraufführungen über die Runden bringen.
1907 wurde im Rahmen des ersten Badischen Zimmerstutzenschützenverbandes das erste Bundesschießen durchgeführt. Veranstalter war die Edinger Schützengesellschaft „Tell“. Dieser Erfolg brachte dem Verein wiederum viele neue Anhänger und Mitglieder.
Ein jähes Ende dieses blühenden und glücklichen Vereinslebens bereitete der Erste Weltkrieg, aus dem unter anderem auch des Gründungs- und Vorstandsmitglied Oberschützenmeister Franz Spieler nicht mehr zurück kam.
Erst im Jahre 1919 konnte der Schießbetrieb wieder aufgenommen werden. Neues Vereinslokal wurde die Ortsansässige Aktien-Brauerei. Nun musste man nochmals von vorne beginnen. Der Wiederaufbau des Vereins ging nur langsam vonstatten.
Trotz allem konnte 1927 das 25. Vereinsjubiläum in der Schlossbrauerei gefeiert werden.
Kaum waren die Kriegswirren vergessen, wurden die Männer 1939 für den Zweiten Weltkrieg erneut zu den Fahnen gerufen. Die verbliebenen Vereinsmitglieder konnten mit viel Mühe das Vereinsleben bis zum Jahre 1944 aufrechterhalten, doch dann musste es endgültig eingestellt werden.
Mit Auflagen durch die Besatzungsmacht wurde 1951 und dann 1952 zum 50. Vereinsjubiläum der Schießbetrieb im Gasthaus „Zum Hirsch“ wieder aufgenommen. Aber auch hier wurde es recht bald zu eng.
Nach einer Zwischenstation im „Grünen Baum“ wurde 1966 der Umbau des sogenannten „Russenhäus’l“ fertiggestellt und bezogen. Dies ist auch noch das heutige Schützenhaus in der Mitte der Gemeinde.
Mit dem neuen Schützenhaus stellten sich die Erfolge ein. Kreis-, Bezirks- und Landesmeistertitel wurden nach Edingen geholt.
1983 wurde Emil Gauß Deutscher Meister mit dem Luftgewehr. Doch so viel und vielfältig das Domizil fortan genutzt wurde, stieß die SC Tell darin räumlich an ihre Grenzen. Vor allem der Schießstand wurde zu klein und war veraltet. So bauten die Schützen das Haus ein zweites Mal komplett um.
Zwischenzeitlich wurde 2002 und 2012 die jeweiligen Vereinsjubiläen gefeiert. Nach den diversen Umhauten blieben auch die Erfolge nicht aus, hier seien nur die im letzten Jahr erfolgreichen Schülerinnen Anna Bauer, Larissa Weindorf und Lana Wurster genannt, die sich bei den Deutschen Meisterschaften die Silbermedaille in der Mannschaftswertung Luftgewehr Dreistellungskampf sicherten. Zudem holte sich Lana Wurster die Goldmedaille im Einzelwettbewerb. Schützenball, Kerwemontag und eine Ortsrmeisterschaft sind neben vielen weiteren Events die Hauptveranstaltungen.